bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung
Sie finden hier laufend die aktuellsten bfu-Sicherheitstipps
Mehr Informationen erhalten Sie unter www.bfu.ch oder von unserem bfu-Sicherheitsbeauftragten Thomas Kohler

Sicher auf der Leiter
Ein Viertel aller Verunfallten stürzt aus der Höhe. Ursachen dafür sind ungenügende Absturzsicherungen oder ungeeignete Aufstiegshilfen. Aus Bequemlichkeit, in der Hektik oder aus falscher Sparsamkeit werden oft Stühle oder Bücherstapel verwendet.
Hoch hinaus kommen Sie vor allem mit einer geeigneten Leiter. Beachten Sie dazu Folgendes:
- Verwenden Sie eine Leiter für einfache Arbeiten. Bei umfangreichen Arbeiten sind Gerüste und das Beiziehen einer Fachperson sicherer und komfortabler.
- Kaufen Sie eine Haushaltsleiter mit breiten Tritten (statt Sprossen), rutschfesten Belägen und einem Sicherheitsbügel mindestens bis auf Kniehöhe für besseren Halt auf dem obersten Tritt. Solide Gummifüsse sorgen für einen sicheren Stand der Leiter und schonen den Boden.
- Platzieren Sie eine Anstellleiter nicht zu steil und nicht zu flach. Der Winkel sollte etwa 70 Grad betragen.
- Öffnen Sie die beiden Leiterteile der Bockleiter bis zum Spreizanschlag. Verwenden Sie eine Bockleiter nicht als Anstellleiter und steigen Sie ab, wenn die Leiter verschoben werden soll.
Sicherheit auf der Fahrt in die Ferien
Vor der Abreise:
- Strecke und Reisezeit planen. Informieren Sie sich am Tag vor der Abreise über Strassenzustand, Verkehrsaufkommen und Wetterprognosen.
- Ist das Fahrzeug fit für die lange Fahrt? Lassen Sie Lichter, Reifendruck und -profil, Ölstand, Bremsen, Scheibenwischerflüssigkeit und Kühlmittel überprüfen.
- Ist die Ausrüstung komplett? In einigen europäischen Ländern ist das Mitführen einer Reiseapotheke und lichtreflektierender Sicherheitswesten obligatorisch. Infos zu länderspezifischen Vorschriften finden Sie im Internet oder erhalten Sie im Reisebüro.
- Die schwersten Gepäckstücke gehören möglichst weit unten in den Kofferraum. Sichern Sie das Gepäck so, dass es bei Bremsmanövern nicht im Wagen herumfliegt und Insassen verletzen kann.
Wer ausgeruht am Steuer sitzt, fährt sicherer.
- Fahren Sie möglichst nicht nachts, dann ist der Körper auf Schlaf eingestellt.
- Vermeiden Sie Alkohol und schweres Essen, da dies müde macht.
- Machen Sie mindestens alle zwei Stunden zehn Minuten Pause an der frischen Luft.
Verzichten Sie während der Fahrt auf das Lesen und Schreiben von SMS, aufs Telefonieren (weder mit Handy noch mit Freisprechanlage) sowie auf das Hantieren am Navigationsgerät.
- Falls Sie unterwegs telefonieren müssen: Halten Sie an einem sicheren Ort an oder bitten Sie eine mitfahrende Person, das Gespräch zu führen.
- Schalten Sie das Handy beim Fahren am besten aus.

Biotope und Schwimmbecken im Garten: Vorsicht mit Kindern!
In privaten Gärten sind immer häufiger Swimmingpools, Schwimmteiche und Planschbecken anzutreffen. Dabei darf der Schutz der Kleinkinder nicht vergessen werden, denn in der Schweiz ertrinken jährlich 5 - 10 Kinder im Vorschulalter beim Baden. Die bfu ruft einige Ratschläge in Erinnerung, die – zusammen mit der Aufsichtspflicht der Eltern – helfen, Unfälle zu vermeiden.
- Montieren Sie eine Schwimmbadabdeckung, die sich in geschlossenem Zustand nicht verschieben lässt. Entfernen Sie die Einstiegsleitern, wenn sie nicht gebraucht werden.
- In Planschbecken sollte die Wassertiefe weniger als 20 cm betragen. Grund: Bis zum dritten Lebensjahr kann ein Kind schon bei einer geringen Wassertiefe ertrinken, da seine Halsmuskulatur noch nicht kräftig genug ist, um den relativ schweren Kopf über Wasser zu halten.
- Zäunen Sie Gärten mit Biotopen und Schwimmbecken ein.
- Wenn kleine Kinder in der Umgebung wohnen, sollte ein Biotop eine mindestens 1 m breite Flachwasserzone von maximal 20 cm Tiefe aufweisen.
- Die Wassertiefe in Brunnen sollte nicht mehr als 20 cm betragen. Bei grösseren Tiefen kann ein Gitter unterhalb der Wasseroberfläche montiert werden. Um zu verhindern, dass Kleinkinder in den Brunnen klettern, muss der Brunnenrand mindestens 75 cm über der begehbaren Fläche liegen.
- Wasserfässer zum Sammeln von Regenwasser können für Kleinkinder zur tödlichen Falle werden, wenn sie kopfvoran hineinfallen. Dagegen hilft eine Schutzabdeckung oder ein Spezialdeckel (Gitterrost/Riffelblech).

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